Um Menschen zu mobilisieren, müssen wir zuerst Aufmerksamkeit erregen. Kein Plakat und kein Flyer wird jemals so viel Interesse wecken wie eine Blockade oder ein Protestmarsch. Alleine durch Presseberichte über Blockaden erreichen wir viel mehr Menschen als wir an öffentlichen Orten anflyern könnten.
Um diese Aufmerksamkeit dann auch aufzufangen und die angesprochenen Menschen tatsächlich zu mobilisieren, können wir auf ein paar Dinge achten (Mikro Designs):
Außerdem schaffen (regelmäßige) Proteste einen Wiedererkennungswert, der beim Flyern sehr hilfreich sein kann, zum Beispiel beim Flyern oder Plakatieren nahe von Protestorten.
Proteste sind auch deswegen gut weil sie viele Möglichkeiten zur Integration bieten. Menschen erleben eine neue Selbstwirksamkeit und müssen Verantwortung übernehmen.
Es fühlt sich gut und verbindend an, zusammen etwas zu schaffen, wie die Unterbrechung des tödlichen Weiter-So, ein gut besuchter Vortrag oder eine publizierte Seite in der lokalen Zeitung, wo auch über die Klimakatastrophe berichtet wird.
Diese Erfahrungen eröffnen einen neuen Handlungsspielraum, in dem wir uns plötzlich als aktiv handelnde Subjekte wahrnehmen, die gemeinsam mit anderen etwas verändern können. Diese subjektive Empfindung gibt uns Kraft und kann andere motivieren.
Wenn wir Freund*innen erzählen, dass wir handeln können und Hilfe brauchen, dann stiften wir Hoffnung, bieten andere die Möglichkeit sich aus ihrer Ohnmacht zu befreien und mit uns die Erfahrung des Wirksamseins zu machen.
Etwas gegen den tödlichen Kurs der Bundesregierung zu tun, sich dem Unrecht zu widersetzen, ist inspirierend. Wenn wir also alles tun, was wir können, friedlich sind und andere dabei die Hand reichen, dann ist das die beste Mobi und Integration, die es gibt. Taten sagen mehr als 1000 Worte. Deswegen sind Proteste unsere wichtigste Form der Mobi.