Eine regenerative Kultur ist gesund, widerstands- und anpassungsfähig. Regeneration bringt Lebendigkeit in ein System zurück. Eine regenerative Form der Zusammenarbeit in den Teams kann uns resilienter und anpassungsfähiger machen.
Dabei gilt: Es ist nicht regenerativ, wenn es keinen Spaß macht. Ein regeneratives Meeting erreicht, dass wir mit mehr Energie herausgehen, als wir reingegangen sind.
Wichtige Eckpfeiler der regenerativen Teamarbeit sind psychologische Sicherheit, eine gute Konfliktkultur, gemeinsame Entscheidungsfindung, sowie regelmäßige Reflektion.
“Psychologische Sicherheit ist der Glaube, dass man nicht bestraft oder gedemütigt wird, wenn man seine Ideen, Fragen, Bedenken oder Fehler äußert und dass es sicher ist, im Team zwischenmenschliche Risiken einzugehen”
Amy Edmondson
Die psychologische Sicherheit ist bei weitem der beste Indikator für ein gutes und wirksames Team. Hilfreich sind eine gesunde, positive Fehlerkultur, Spiel, Humor, Leichtigkeit und eine gute Feedbackkultur.
Einfache Praktiken:
“Frieden ist die Fähigkeit, Konflikte mit Empathie, ohne Gewalt und kreativ zu bearbeiten - ein nie endender Prozess.”
Johan Galtung
Um mit Konflikten und Spannungen gut im Team umgehen zu können, eignet sich die Gewaltfreie Kommunikation. Diese läuft in vier Schritten ab:
Sinnvoll kann es sein, um Gruppen-Ressourcen zu schonen, in folgender Reihenfolge zu versuchen, einen Konflikt anzugehen:
Direkt hilfreich:
Für unterschiedliche Kontexte braucht es unterschiedliche Prozesse. Es ergibt Sinn, regelmäßig über die Entscheidungsfindungsprozesse zu reflektieren. Beispiele für Prozesse sind: Mehrheitsentscheidungen (demokratisch), Konsultativ, Delegation der Entscheidung, Konsent, …
Konsent - Es gibt keine Widerstände/Einwände
= If it is good enough now and save enough to try
Wenn große Entscheidungen getroffen werden, ist es wichtig, diese in Vereinbarungen festzuhalten. Diese sollten so klar wie möglich festgehalten, regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt werden. Es ist sinnvoll, die Vorgänge, die zur Einigung geführt haben, aufzuzeichnen und die Vereinbarungen transparent zu machen.
Praktiken:
Um zu einem lernenden Team zu werden, ist eine Arbeit in Zyklen wichtig. Wir sollten regelmäßig Zeit einplanen für:
Eine Faustregel besagt, wir sollten 10% unserer Gesamtzeit in den lernenden Kontext investieren. Zum Reflektieren und Lernen können Retrospektiven helfen.
Retrospektiven
In diesem Workbook der Initiative "Regenerative Räume" findet ihr weiteres Material zu regenerativer Teamarbeit.